Mit einer beeindruckenden Ausbeute kehrte Akashi Karate vom internationalen Goju-Ryu Cup in Dortmund zurück. Vier Starterinnen waren gemeldet – und alle vier nahmen eine Medaille mit nach Hause. Gold im Team-Kata, Gold im Kumite sowie zwei Mal Bronze im Kata-Einzel sorgten für ein rundum erfolgreiches Wettkampfwochenende.
Gold für das Kata-Team
Für das Kata-Team von Akashi Karate war der Goju-Ryu Cup in Dortmund der erste gemeinsame Auftritt seit dem Goju-Ryu World Cup 2024 in Österreich. Anna-Maria Bader, Vanessa Schlegel und Denise Rottewert treten bereits seit mehreren Jahren gemeinsam im Team an und wollten in diesem Jahr wieder neu angreifen.
In der Disziplin Kata Team präsentieren drei Karateka gleichzeitig dieselbe Kata. Bewertet werden neben der technischen Sauberkeit vor allem Synchronität, Ausdruckskraft und Athletik. Je exakter die Bewegungen aufeinander abgestimmt sind und je dynamischer und präziser die Ausführung gelingt, desto höher die Wertung.
In der Auftaktrunde traf das Akashi-Team auf ein Team aus Belgien. Beide Mannschaften zeigten die Kata „Seisan“. Mit einer klaren 5:0-Wertung setzten sich die Karateka von Akashi souverän durch und zogen ins Finale ein. Dort wartete ein Team aus Haan.
In Medaillenkämpfen gehört im Kata-Team-Wettbewerb neben der Kata auch die sogenannte „Bunkai“ zum Programm. Dabei wird die Kata in Partnerübungen „übersetzt“: Die Techniken werden als reale Selbstverteidigungs- oder Kampfsituationen dargestellt. Im Wettkampf ist diese Bunkai-Darstellung stark athletisch geprägt: spektakuläre Würfe, dynamische Hebel, realistisch gespielte Angriffsszenen und kraftvolle Konteraktionen sollen zeigen, wie effektiv die Techniken in der Praxis eingesetzt werden können.
Auch hier konnte das eingespielte Trio von Akashi Karate voll überzeugen und demonstrieren, warum es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach erfolgreich war. Mit einem deutlichen 5:0-Sieg im Finale sicherten sich Anna-Maria Bader, Vanessa Schlegel und Denise Rottewert die Goldmedaille im Team-Kata.
Denise Rottewert holt Gold im Kumite
Neben dem Erfolg im Team zeigte Denise Rottewert auch im Kumite (Freikampf) der Seniorenklasse ihr Können. In der Gewichtsklasse +68 kg kämpfte sie sich bis ins Finale vor, wo sie in einem hochspannenden Duell um Gold antrat.
Der Kampf begann aus Sicht von Denise denkbar ungünstig: Ihre Gegnerin, eine eher auf Konter ausgerichtete Kämpferin, nutzte früh eine Gelegenheit und punktete mit einem klug gesetzten Konter. Damit sicherte sie sich den ersten Punkt und den sogenannten „Senshu“ – einen Vorteil, der bei Punktgleichstand über Sieg und Niederlage entscheidet und somit großen taktischen Einfluss auf den weiteren Kampfverlauf hat.
Mit einem 0:1-Rückstand startete Denise, die für ihren offensiven Kampfstil bekannt ist, die Aufholjagd. Sie glich zunächst auf 1:1 aus, geriet jedoch erneut mit 1:2 in Rückstand. Wieder gelang ihr der Ausgleich zum 2:2 – doch aufgrund des Senshu hätte dies im Falle eines Gleichstands noch nicht zum Sieg gereicht.
Erst mit einem gut platzierten Angriff nach etwa Dreiviertel der Kampfzeit konnte Denise erstmals mit 3:2 in Führung gehen. Nun war ihre Gegnerin gezwungen, vom Konter- in den Angriffsmodus zu wechseln. Dies nutzte Denise konsequent aus, baute ihren Vorsprung auf 4:2 aus – und dann lief die Uhr unerbittlich herunter: Noch zwei Sekunden auf der Uhr.
Mit Wiederanpfiff startete die Gegnerin ihren letzten Angriff. Denise blieb jedoch aufmerksam und setzte ihrerseits einen perfekt getimten Tritt zum Kopf, der im Kumite drei Punkte einbringt. Mit diesem spektakulären Konter zum Schluss stellte sie den Endstand von 7:2 her und sicherte sich souverän die Goldmedaille in der Klasse +68 kg.
Zwei Mal Bronze im Kata-Einzel
Auch im Kata-Einzel konnte Akashi Karate Medaillen verbuchen. Vanessa Schlegel (Senioren) und Lisa Kadell (U16) kämpften sich jeweils mit starken Katas durch ein dicht besetztes Teilnehmerfeld. Beide wurden erst kurz vor dem Finale von ihren Gegnerinnen gestoppt.
Da diese Gegnerinnen jeweils den Sprung ins Finale schafften, erhielten sowohl Vanessa als auch Lisa die Chance, über die Trostrunde doch noch um Bronze zu kämpfen. In diesen Platzierungskämpfen entscheidet oft die Nervenstärke: Wer seine Kata auch nach einem Rückschlag noch konzentriert, präzise und ausdrucksstark vortragen kann, hat die besseren Chancen.
Sowohl Vanessa als auch Lisa behielten in dieser entscheidenden Phase die Nerven. Sie präsentierten ihre Katas überzeugend und konnten sich jeweils die Bronzemedaille sichern. Damit ergänzten sie den Medaillenspiegel von Akashi Karate um zwei weitere Podestplätze in der Disziplin Kata.
Erfolgreiche Bilanz für Akashi Karate
Für den Verein ist der erfolgreiche Auftritt in Dortmund ein starkes Ausrufezeichen und zugleich Motivation, den eingeschlagenen Weg im Training weiterzugehen und sich auch bei zukünftigen nationalen und internationalen Turnieren zu behaupten.


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