Gewaltschutz, Selbstverteidigung und Kampfformen im Wandel der Zeit

Am 5. und 6. September 2026 lud Björn Biel, Referent für Inklusion und Integration des Karate Verbandes Schleswig-Holstein (KVSH) ins Ronin Dojo e.V. Harrislee zu einem Lehrgang mit Susanne von Akashi Karate e.V. ein. Im Mittelpunkt des zweitägigen Inklusions-Lehrgangs stand Karate mit Partner. Am ersten Tag begann der Einstieg mit Gewaltschutz und Selbstverteidigung. Die Gefahrenwahrnehmung wurde geschärft, Kampfvermeidung geübt und das Entkommen aus einer gefährlichen Situation. Es schloss sich eine Einheit an, die der Frage nachspürte, was modernes Kumite-Training mit Selbstverteidigung zu tun haben kann. Im Anschluss diskutieren die Teilnehmenden über Strategien, mit Angst bei schwierigen Herausforderungen umzugehen.

Unter dem Titel „Kämpfen im Wandel der Zeit“ nahm Susanne die Teilnehmer am zweiten Tag mit auf eine spannende Zeitreise durch die verschiedenen Epochen des Freikampfes im Karate. Dabei wurde deutlich, wie sich die Formen des Kämpfens im Laufe der Geschichte verändert und weiterentwickelt haben. Von den traditionellen Wurzeln des Tegumi, über verschiedene Formen des freien Kämpfens bis hin zum heutigen sportlich geprägten Freikampf wurden unterschiedliche Techniken, Kampfmuster und Strategien vorgestellt. Die historischen Entwicklungen wurden nicht nur erläutert und gemeinsam besprochen, sondern anschließend auch an Beispielen praktisch trainiert.

Neben dem intensiven Training stand am zweiten Lehrgangstag ein ganz besonderer Moment auf dem Programm: 50 Jahre Karate – Ehrung für Johannes Jacobsen. Der Präsident des Karateverbandes Schleswig-Holstein, Rolf Lahme, überreichte Johannes die silberne Ehrennadel des Verbandes. Die Ehrung würdigte nicht nur ein halbes Jahrhundert Karate, sondern auch die außergewöhnliche Verbundenheit von Johannes mit dem Karate. Trotz seiner Parkinson-Erkrankung ist er weiterhin aktiv und fester Bestandteil der Gemeinschaft im Ronin Dojo e.V. Harrislee.

Der Lehrgang mit Susanne verband damit eindrucksvoll Tradition, Geschichte und modernes Karate für alle, so Björn Biel. Für die Teilnehmer war es nicht nur ein lehrreiches Trainingswochenende, sondern auch eine Erinnerung daran, dass Karate ein Weg sein kann, der Menschen über Jahrzehnte begleitet und verbindet. Susanne bedankte sich für die Einladung und allen Teilnehmenden für den guten Austausch.

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